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2:1 Group E DE ⚽ 2026-06-20 20:00 UTC опубл. 2026-06-22 09:00 UTC

Germany — Côte d'Ivoire

Hier ist die Sache mit diesem Spiel im BMO Field, Toronto: Sechzig Minuten lang sah Deutschland aus wie eine Mannschaft, die vergessen hatte, wie man Tore schießt. Merkt euch das. Wir kommen darauf zurück. Gruppe E, und die Mannschaft kam als haushoher Favorit gegen die Elfenbeinküste an. Die xG erzählte eine bekannte Geschichte – 1,89 zu 1,22, Deutschland auf dem Papier die dominierende Kraft. Und doch, nach einer halben Stunde war es Franck Kessié, der die Stille brach. Ein Kapitäns-Tor, die Art von Moment, die definiert, warum die Elfenbeinküste immer mehr Respekt verdient, als sie bekommt. Die Ivorer saßen kompakt, pressten intelligent, und wenn sie den Ball im Umschaltspiel gewannen, waren sie klinisch. Deutschland? Allein in der ersten Halbzeit drei große Chancen vergeben. Drei. Das überlebt man bei einer Weltmeisterschaft nicht. Dachten wir. Deutschlands erste Halbzeit war technisch solide – 61 % Ballbesitz, 89 % Passgenauigkeit – aber im letzten Drittel sträflich verschwenderisch. Zu langsam im Strafraum, zu berechenbar. Havertz und Musiala konnten eine entschlossene ivorische Abwehr nicht knacken. Nagelsmann hat es richtig erkannt: Nach sechzig Minuten, drei Wechsel auf einmal – Undav, Leweling, Amiri alle rein. Mutig. Entscheidend. Notwendig. Die Elfenbeinküste hat nicht einfach nur verteidigt. Sie pressten, sie glaubten, sie kreierten. Aber Yahia Fofana – der beste Spieler auf dem Platz, bewertet mit 8,24 – konnte allein nur so viel tun. Die Ivorer vergaben eine ihrer zwei großen Chancen, und das erwies sich als fatal. Wenn man gegen ein Team mit überlegenem xG führt, muss man in seinen Momenten perfekt sein. Das waren sie nicht. Deniz Undav änderte alles. 68 Minuten – ein Tor. 90 Minuten – noch eins. Ein Doppelpack von einem Einwechselspieler, dem Mann, der genau deshalb eingewechselt wurde, weil die Starter das Netz nicht finden konnten. Seine Bewegung, seine Gelassenheit, sein Timing bescherten Deutschland einen 2:1-Sieg, den die xG weitgehend unterstützt – obwohl diese drei vergebenen Großchancen in der ersten Halbzeit die Geschichte fast komplett neu geschrieben hätten. Hier ist also die Debatte: War Nagelsmann zu langsam mit diesen Dreifach-Auswechslungen – hätte er früher handeln und Deutschland zwanzig Minuten Leid ersparen sollen? Und war die Elfenbeinküste naiv, nach dem Ausgleich weiter zu drücken? Diskutiert es unten – auf FootLegion leben die Tore eurer Mannschaft für immer, egal was die Anzeigetafel sagt.