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3:3 Group J DE ⚽ 2026-06-28 02:00 UTC опубл. 2026-06-28 05:08 UTC

Algeria — Austria

Kansas City wurde Zeuge von etwas, worüber noch lange gesprochen werden wird. Algerien 3:3 Österreich im Arrowhead Stadium. Sechs Tore, zwei Treffer in der 90. Minute und ein Ergebnis, das fast alles erzählt, außer der Wahrheit. Die Frage, die man sich stellen sollte: Wie kann die Mannschaft, die dieses Spiel dominiert hat, ohne Sieg vom Platz gehen? Denn Algerien dominierte. Gründlich. 65 Prozent Ballbesitz insgesamt, in der zweiten Halbzeit sogar 71 Prozent. Eine Passgenauigkeit von 94 Prozent. Ein xG von 1,62 gegenüber Österreichs 1,44 – die Zahlen bestätigen, was das Auge sah. Und doch: drei Tore für jede Mannschaft. Die Anzeigetafel lügt nicht, auch wenn das Spiel es tat. Riyad Mahrez war die Geschichte dieses Spiels – ein Flügelspieler, dessen diagonale Läufe und Tempowechsel Probleme bereiten, die Außenverteidiger einfach nicht lösen können. Er glich in der 60. Minute aus und brachte Algerien dann tief in der Nachspielzeit in Führung. Der Mann war elektrisierend, bewertet mit 8,74. Aber Algeriens Schwäche spiegelte ihre Stärke wider: übermäßiger Ballbesitz. Mit 71 Prozent Ballbesitz in der zweiten Halbzeit vergaben sie immer noch eine Großchance und schafften es nicht, das Spiel zu entscheiden. Dominanz ohne Killerinstinkt ist nur schöner Fußball, der nirgendwo hinführt. Österreich verdient enormes Lob für ihre schiere Rücksichtslosigkeit. Ihr xG lag bei 1,44. Zehn Schüsse, drei aufs Tor, zwei Großchancen – beide verwertet. Arnautović eröffnete den Torreigen in der 28. Minute, kassierte in der 11. Minute eine Gelbe Karte und wurde zur Halbzeit zusammen mit zwei anderen Stammspielern ausgewechselt – eine Dreifachauswechslung, die zeigte, dass Österreichs Trainer die erste Halbzeit ehrlich eingeschätzt hatte. Sabitzer stellte die Führung in der 55. Minute wieder her. Dann Kalajdžić, der nach seiner Einwechslung in der 90. Minute weniger als eine Minute auf dem Platz stand, glich sofort aus. Außergewöhnlich. Österreichs Schwäche? Sie gaben das Mittelfeld nach der Pause völlig auf, zogen sich tief zurück und überlebten durch Konter. Gegen eine klinischere Mannschaft wäre das weitaus härter bestraft worden. Der xG sagte, Algerien hätte gewinnen sollen. Die Anzeigetafel sagte etwas anderes. Beide Seiten verlassen Kansas City mit komplizierten Gefühlen – und komplizierten Gruppensituationen. Auf FootLegion sind die Tore, die deine Nation erzielt, zumindest für immer festgehalten. Nun zu euch: War Mahrez der beste Einzelspieler der bisherigen Gruppenphase? Und kann Österreich mit 29 Prozent Ballbesitz bei dieser Weltmeisterschaft wirklich weit kommen?